Gleichstellungsbüro
 Universitätsmedizin Leipzig

Geschlechtsspezifische Medizin

Gender in der Forschung

Obwohl der Begriff „Gender-Medizin" in der Medizin, in der Gesundheitspolitik und auch in den Medien Einzug gefunden hat, ist der damit verbundene Forschungsansatz den wissenschaftlich tätigen Medizinerinnen und Medizinern noch zu wenig vertraut. Es ist das Ziel der Gender-Medizin, geschlechtsspezifische Aspekte in den Fokus der medizinischen Forschung zu rücken und Frauen und Männer in gleicher Weise bei wissenschaftlichen Studien zu berücksichtigen, um langfristig entsprechend geschlechterdifferente Maßnahmen für die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen ableiten zu können. Der interdisziplinäre, wissenschaftliche Zugang der Gender-Medizin befasst sich mit den biologischen und psychosozialen Unterschieden zwischen Männern und Frauen und versucht u.a. Erklärungen für die geschlechtsabhängigen Einflussgrößen auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und auf unterschiedliche Krankheitsverläufe bei Männern und Frauen zu finden.

Eine neu gegründete Arbeitsgemeinschaft „Geschlechterforschung“ (Leitung: Prof. Dr. med. Katarina Stengler) arbeitet aktuell mit Wissenschaftlern des IFB und des LIFE in gemeinsamen geschlechtsspezifischen Forschungsprojekten und versucht darüber hinaus externe Kooperationen zu genderspezifischen Forschungseinrichtungen aufzubauen.
Zudem konnte über ein fakultätsinternes Förderprogramm eine Wissenschaftlerstelle für ein Jahr eingeworben werden, die sich innerhalb der AG mit geschlechtsspezifischer Versorgungsforschung (geschlechtsspezifische Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen bei spezifischen Erkrankungen) beschäftigen wird.

Radiobeitrag MDR INFO
Gendermedizin (MP3 2,4 MB) - die Gleichstellungsbeauftragte Frau Prof. Dr. Stengler im Interview zum Thema Gender-Medizin auf MDR INOFO (September 2015)

Radiobeitrag MDR FIGARO

„Frauenherzen schlagen anders" (MP3 3,2 MB) - die Gleichstellungsbeauftragte Frau Prof. Dr. Stengler im Interview zum Thema Gender-Medizin auf MDR FIGARO

Radiobeitrag detektor.fm

Gender Medizin - Unterschiede zwischen Frauen und Männern (MP3 6,10 MB)
Frau Prof. Dr. Katarina Stengler im Interview bei detektor.fm

Gender in der Lehre

Männer und Frauen sind verschieden im Hinblick auf Gesundheit und Krankheit. Vor diesem Hintergrund ist es unumgänglich, genderspezifische Lehrmodule in das Medizinstudium zu integrieren, um frühzeitig diesen Fokus für angehende Medizinerinnen und Mediziner zu setzen.
Es ist das Anliegen der Gleichstellungsbeauftragten, sich an der Neuerarbeitung von genderspezifischen Lehrmodulen zu beteiligen. Hier bestehen enge Kooperationen mit dem Referat Lehre und dem Studiendekan der Medizinischen Fakultät. In einem ersten Schritt wurden bereits etablierte gendersensible Lerninhalte bei Lehrenden und Studierenden abgefragt und evaluiert. Darauf aufbauend sollen spezifische Lerninhalte ergänzt bzw. neu erarbeitet und in das Pflichtcurriculum des Humanmedizinstudiums implementiert werden.

Unter der Leitung von Frau Prof. Dr. med. Katarina Stengler existiert bereits seit dem WS 2010/11 im Klinischen Wahlfach-Katalog ein neues Gebiet „Genderaspekte in der Medizin" (PDF 17 MB).

Das Wahlfach"Karriereplanung für Medizinstudierende" (PDF 20 kB) wurde als Wahlfach Klinik (WS 2015/2016) im Januar 2016 wieder sehr erfolgreich durchgeführt.

 
Letzte Änderung: 03.03.2016, 15:33 Uhr
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