Gleichstellungsbüro
 Universitätsmedizin Leipzig

Dr. Margarete Blank-Publikationspreis

Frauen und Männer werden unterschiedlich krank - eine Erkenntnis, die für Diagnose und Therapie in der Medizin eine immer wichtigere Bedeutung erlangt.
Um einen Impuls zur Förderung der sogenannten Gender-Medizin als Gegenstand der Forschung zu setzen, lobt die Medizinische Fakultät auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten zu Ehren von Dr. Margarete Blank seit dem Jahr 2012 den gleichnamigen Publikationspreis aus. Der Dr. Margarete Blank-Publikationspreis wird jährlich für eine zukunftsweisende Publikation im Bereich Gender-Medizin an NachwuchswissenschaftlerInnen der Fakultät vergeben, die einen Beitrag zu geschlechtsspezifischen Erkenntnissen in der medizinischen klinischen Forschung leistet.

Der Dr. Margarete Blank-Publikationspreis wurde auch im Jahr 2016 wieder ausgeschrieben. Die Verleihung dieses Preises wird im Rahmen der Sitzung des Fakultätsrates der Medizinischen Fakultät am 28. Februar 2017 stattfinden. 


Über Dr. Margarete Blank (1901 - 1945)

Portrait Dr. Margarete Blank Plus Symbol Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig Als Tochter einer Zahnärztin und eines Ingenieurs wurde Margarete Blank am 21.02.1901 in Kiew geboren. Nach der Flucht aus dem Revolutions- und kriegsgebeutelten Gebiet begann sie 1921 ihr Medizinstudium in Leipzig, wo sie 1927 die ärztliche Approbation erhielt. Trotz der Eröffnung einer Praxis in Panitzsch (heute Borsdorf, Leipzig), in der sie sich aufopfernd und fürsorglich um ihre Patienten kümmerte, blieb sie dem Hochschulbetrieb treu und promovierte 1932 in Medizingeschichte.
Unbeugsam gegenüber dem NS-Regime verweigerte Margarete Blank neben dem Eintritt in den NS-Ärztebund auch offenkundig den Hitlergruss und wurde schließlich von einem Berufskollegen auf Grund der von ihr geäußerten Zweifel am Endsieg denunziert. Nach der Verhaftung durch die Gestapo im Juli 1944 wurde die zielstrebige, warmherzige und mutige Dr. Margarete Blank am 8. Februar 1945 - nur wenige Tage bevor der Komplex bei einem Bombenangriff zerstört wurde - im Hof des Landgerichts in Dresden durch das Fallbeil hingerichtet.



 
Letzte Änderung: 11.04.2017, 17:19 Uhr
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